Huminsäuren und ihre Anwendung in der Naturheilkunde

WH Pharmawerk Weinböhla GmbH, Poststr. 58, 01689 Weinböhla

1.1 Allgemeines zu Huminsäuren:

Huminsäuren sind spezielle Fraktionen von Huminstoffen, die als pflanzliche Abbauprodukte über die sog. Humifizierung im Boden entstehen und Makromoleküle mit Molmassen zwischen 10.000 und 200.000 bilden.

Kreislauf

Die biochemischen Eigenschaften der Huminsäuren sind vielfältig, sodass schon heute breite Anwendungsmöglichkeiten für deren Nutzung vorliegen (z.B. in Landwirtschaft und Industrie).

Huminsäuren Aufbau

Auf biologisch-medizinischer Ebene werden Huminstoffe seit vielen Jahren eingesetzt:

  • in der Balneologie als Moorbad und Packung bei Arthritis, Arthrose, Rheuma und posttraumatischen Zuständen des Stütz- und Bewegungsapparates
  • div. Indikationen in der Gynäkologie durch Einfluss auf innersekretorische Funktionen
  • bei akuten und chronischen Magen-Darm-Erkrankungen in der Veterinärmedizin

Selektiv gibt es auch im internationalen Schrifttum Hinweise auf parenterale Huminsäureanwendungen beim Menschen – besonders in der Rheumatherapie und zur Immunstabilisierung. Die folgenden Ausführungen, Forschungsergebnisse und Praxiserfahrungen beziehen sich auf Huminsäuren Typ WH 67 ( ACTIVOMIN Kps., Pharmawerk Weinböhla GmbH) und dürfen daher nicht unkritisch auf Huminsäuren anderer Braunkohlelagerstätten oder gar Produkte gänzlich anderer Herkunft wie Torf, synthetische Huminsäuren oder Qualitäten aus Asien oder Übersee übertragen werden.

Beim Menschen haben sich Huminsäurespezialitäten bei oraler Anwendung besonders gegen entzündliche Magen-Darmschleimhautdefekte als äußerst effektiv erwiesen, zumal keine Resorptionsprobleme oder Nebenwirkungen auftraten – auch nicht bei Langzeitapplikation über mehrere Wochen.

1.2 Nachgewiesene Effekte und Wirkungen von Huminsäuren:

  • Huminsäuren schützen das entzündete Schleimhautepithel und die Drüsenkomplexe: die Anzahl der Becherzellen im Darm nimmt zu, dadurch wird mehr Schleim und ein qualitativ besserer Schutzfilm gebildet
  • Antiresorptive und adsorptive Wirkung: pathogene E. coli werden zu 94% und Endotoxine zu 84% neutralisiert und mit dem Stuhl ausgeschieden
  • die Adsorptionswirkung wurde auch nachgewiesen gegenüber: Toxinen, Schwermetallen, Nitrat/Nitrit, Fluorid, Organophosphate, chlororganische Insektizide, Carbaryl, Warfarin
  • Fungizide Wirkung gegen Candida albicans
  • Antibakterielle und viruzide Wirkung unter Erhalt der physiologischen Darmflora. Hochaktive Hemmung von pathogenen Keimen wie: E. coli, Salmonella Typhi, S. cholerae, Staphylokokkus aureus, Herpes simplex, Adenoviren, ECHO Viren, Rotaviren

1.3 Toxikologische Unbedenklichkeit der Huminsäuren WH 67:

Eine akute Toxizität gegenüber Warmblütern ist praktisch nicht zu ermitteln. Damit sind die Huminsäuren bei oraler Anwendung als nicht toxisch einzustufen. Auch bei oraler Dauerapplikation sind keinerlei Nebenwirkungen, Allergien oder Resistenzen festzustellen.

Huminsäuren sind nicht teratogen, mutagen, kanzerogen oder embryotoxisch. Wegen der fehlenden hohen Eigenresorption aus dem Magen-Darm-Trakt bilden Huminsäuren WH 67 auch keine Rückstände im Organismus.

1.4 Wechselwirkungen:

Wechselwirkungen mit Hormonen, Antibiotika, Vitaminen/Spurenelementen sind möglich. Daher wird eine zeitversetzte Einnahme (2 std.) empfohlen.

1.5 Medizinische Anwendung von Huminsäure als Medizinprodukt:

Selbstregulations-, Ausleitungs- und Entgiftungsmechanismen sind heutzutage mehr denn je von äußeren Einflüssen mitbestimmt und dadurch häufig überfordert.

Eine Eliminierung / Reduzierung von Belastungsfaktoren ist neben einer vernünftigen Lebensführung und Ernährung zur Wiederherstellung einer inneren Balance im Körper zwingend notwendig. Der perorale Einsatz von Huminsäuren ist dabei indiziert.

1.6 Zusammenfassung

der Huminsäurewirkungen bei peroraler Anwendung in der Humanmedizin:

  • Bindung von Schadstoffen und Erregern und Entfernung aus dem Darm
  • Bildung eines gesunden Darmepithels und Stabilisierung der Darmflora
  • Verbesserung der Resorption essentieller Nahrungskomponenten
  • Verhinderung/Vorbeugung von Gärungsprozessen im Darm
  • Schutz der Darmschleimhaut durch Filmbildung
  • Stimulation der Phagocytoseaktivität und Stärkung der körpereigenen Abwehrlage durch Kontakt mit dem Darmepithel

(Quelle: Pharmawerk Weinböhla GmbH)

 

Anwendungsbeobachtung

in der Naturheilpraxis Deipenbrock & Mertler, 58332 Schwelm, 05-09/2007

2.1 Einleitung:

Darmfunktionsstörungen, Darmerkrankungen und daraus resultierende immunologische Irritationen sind häufig Anlass, eine naturheilkundlich ausgerichtete Praxis zu konsultieren.

An dieser Stelle sei kurz an die Regelkreise zwischen den Verdauungsorganen und an die vielfältigen Störungsmöglichkeiten erinnert, die zu Veränderungen im Darmmilieu führen können. Ein gestörtes Darmmilieu wiederum ist anfällig für Fremdkeimbesiedelungen und kann seinen Aufgaben nicht mehr nachkommen: u.a. die Darmschleimhaut gesund zu erhalten und als ein wichtiger Teil (GALT) eines übergeordneten Immunsystems (MALT) die Abwehrsysteme zu „trainieren“.

Neben abdominellen Beschwerden „vor Ort“ kommen Hauterkrankungen (Ekzeme, Rötung, Juckreiz), Allergien und Unverträglichkeiten am häufigsten vor und sind in vielen Fällen auch der Anlass, einen Therapeuten hinzuzuziehen. Der scheinbar fehlende oder schulmedizinisch oft noch „unbekannte“ Zusammenhang zwischen Darmerkrankungen und Beschwerden an der Haut, den Atemwegen und des Bewegungsapparates führt häufig zu unbefriedigenden Therapie-Ergebnissen.

2.2 Voraussetzungen:

In unserer Praxis behandeln wir seit etlichen Jahren u.a. auch Patienten mit chronischen Darmproblemen, Allergien, Unverträglichkeiten, Hauterkrankungen. Der Zusammenhang zwischen immunologischen „Irritationen“ im Darm und Erkrankungen von Haut, Atemwegen und Bewegungsapparat bestätigt sich in den meisten Fällen.

Spez. bei chronischen Hauterkrankungen sind die Wechselwirkungen zwischen Stoffwechsel (-Belastungen, -Schwächen), Psyche / Vegetativum und den Allergien/Unverträglichkeiten, die das Darmimmunsystem überlasten, festzustellen.

Neben Konstitutions-, Organo-, Bioresonanz-Therapie und Ernährungsberatung spielt die Darmsanierung / Immunmodulation daher in unserer Praxis die wichtigste Rolle. Dabei kommen verschiedene, individuell ausgerichtete Konzepte / Schwerpunkte zum Einsatz. Ein Konzept, das für alle Patienten gut ist, gibt es nicht!

Neben der Frage nach den Ursachen – die häufig wg. multifaktoriellen Geschehens nicht einfach zu beantworten ist – stehen Fragen nach den Auslösern (akute Erkrankung / Infekt, Antibiotika-Kur, ungewohnte Nahrungsmittel im Urlaub usw.) und Negativfaktoren, die den Krankheitsprozess unterhalten (Lebensführung, Ernährung…) im Raum.

2.3 Vorgehensweise:

Für die Beurteilung der Darmfunktionen ist der Hämocculttest und die Endoskopie vollkommen unzureichend. Es sollte daher für ein erfolgreiches Therapiekonzept immer eine entsprechend aussagefähige Stuhl-Labor-Untersuchungen durchgeführt werden. Das Untersuchungs- / Parameter-Profil richtet sich nach der individuellen Beschwerdekonstellation: Bakterienprofil, Verpilzung, pH-Wert, enzymatische Verdauungsleistung, Histamin, Entzündungsmarker, IgA usw…

Therapeutisch lassen sich meist drei Phasen definieren:

  1. symptomatische Intervention, Veranlassen der notwendigen Labor-Untersuchungen
  2. gezielte Therapie der durch den Labor-Befund definierten Störungen / Darmsanierung
  3. langfristige Sicherung und Stabilisierung

 

zu 1:

Der Leidensdruck führt den Pat. in die Praxis – d.h., seine aktuellen Probleme (Schmerzen, Durchfall, Krämpfe, Juckreiz) müssen möglichst schnell wirksam therapiert werden. Neben der Injekto-Akupunktur im Bereich des Abdomens, der oralen Anwendung homöopathischer / phytotherapeutischer Akutmittel bietet sich auch hier schon der Einsatz Schadstoff bindender, Schleimhaut abdichtender und Entzündung hemmender Präparate an.

Bis das Laborergebnis vorliegt, vergehen Tage / bis zu 2 Wochen. Diese Zeit sollte sinnvoll genutzt werden, um weitere diagnostische (BRT, Kinesiologie u.a.) und therapeutische Rahmenbedingungen abzuklären und den Pat. auf seine Mitarbeit einzustimmen (z.B. Ernährungsumstellung).

zu 2:

Gem. Stuhl- (Blut-) Labor-Befund kann die entsprechende Diagnose gestellt und ein Therapie-Konzept erstellt werden. Dazu müssen meist mehrere Ansätze berücksichtigt werden, die Schwerpunkte / Wertigkeiten sind dabei individuell sehr unterschiedlich:

  • Darmreinigung
  • Beseitigung darmfremder Keime / Milieusanierung
  • Schutz und Regeneration der entzündlich veränderten Schleimhaut (Abdichtung)
  • Regeneration der physiologischen Darmflora / Immunmodulation
  • Optimierung der Verdauungsleistung (Magen, Leber, Bauchspeicheldrüse)

zu 3:

Die langfristige Sicherung und Stabilisierung des Darmmilieus erfolgt durch:

  • Ernährungsberatung, -umstellung, Vitalstoffsubstitution
  • funktionelle Stärkung des Magen-Darm-Traktes
  • Schutz der Darmschleimhaut / Immunmodulation

Aufgrund der o. g. meist vielschichtigen Problematiken sind Therapien / Präparate, die „mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen“ interessant. Daher erschien uns der therapeutische Einsatz von Huminsäuren sinnvoll.

 

Zum Einsatz kamen:

ACTIVOMIN – Kps., Pharmawerk Weinböhla GmbH: 3 x tägl. 1 Kps. zum Essen
bzw. gem. Hersteller-Empfehlung in Akutphasen: 3 x tägl. 2 Kps. z. E. über 10 Tage, anschl. 3 x1 Kps. z. E.
Die Originalpackung enthält 120 Kps., reicht also für 1 Monat.

 

2.4 Fallbeschreibungen / Ergebnisse:

Alle folgenden Fälle sind stark gekürzt wiedergegeben, bei den chronischen und insbesondere hoch akuten Fällen liegen z.T. Ultraschall- und Endoskopie-Befunde vor. Alle Pat. sind schulmedizinisch entweder nicht zufriedenstellend oder erfolglos vorbehandelt.

 

Pat. C.B., m., 22J., sensibel-neurogen, Krampfneigung

Beschwerden/Diagnose:

Darmbeschwerden s. 2-3J., Koliken, starke Schmerzen, Meteorismus, ztw. deutliche Abwehrspannung, zahlr. Lebensmittel-Allergien / -Unverträglichkeiten, Akne, Abwehrschwäche / Darmschleimhaut (IgA<). Mehrere Darmsanierungsansätze durch Vorbehandler waren ohne Erfolg.Neben Komplexmittelhomöopathie kam Activomin mit 3×2 Kps., nach 10 Tagen mit 3×1 Kps. zum Einsatz.

Verlauf/Ergebnis:

leichte Besserung nach 2-3 Wo., stabile Besserung aller Beschwerden nach 10-11 Wo. Die Stuhl-Labor-Kontrolle war allerdings noch nicht zufriedenstellend.

 

Pat. M.H., m., 17J., im Prüfungsstress

Beschwerden/Diagnose:

Ekzeme / Juckreiz, Allergien / Lebensmittel + Atemwege, Dysbakterie, Darmmykose, Histaminose (keine abdominellen Beschwerden!) Neben Bioresonanz-Therapie kam im Rahmen einer gezielten Darmsanierung Activomin mit 3×2 / 3×1 Kps. über 4 Wo. zum Einsatz

Verlauf/Ergebnis:

Die schnelle Besserung der Hautprobleme innerhalb von 1-2 Wo. führen wir auf das Activomin zurück – die Wirkung der anderen Therapie-Maßnahmen zeigt sich in dieser Konstellation erfahrungsgemäß erst nach 3-4 Wochen.

 

Pat. D.J., m., 82J., geistig rege, Pragmatiker, „Zweckpessimist“

Beschwerden/Diagnose:

Starke Unterbauchschmerzen durch Meteorismus, Fäulnisdyspepsie, Dysbakterie, zahlreiche Polypen (M2PK>) – OP-Termin 2 Wo. später vorgesehen

Verlauf/Ergebnis:

Neben einem homöopathischen Komplexmittel wurde ausschließlich Activomin zur „Überbrückung“ bis zum OP-Termin eingesetzt. Schon nach 1 Wo. ergab sich eine sehr gute Besserung der Unterbauchschmerzen und des Meteorismus. Eine Weiterbehandlung mit Probiotika und Activomin nach der Polypen-OP wurde empfohlen.

 

Pat. K.B., w., 30J., arbeitslose, allein erziehende Mutter, aber nicht unglücklich mit dieser Konstellation, relativ konsequent mit der Ernährung

Beschwerden/Diagnose:

Crohn seit etlichen Jahren, ztw. Durchfälle, Herpes- / Akne-Schübe, wandernde abdominelle Beschwerden / Dauerschmerz, Meteorismus, rezid. Darmmykosen u. Dysbakterien, ztw. WS- und Gelenkbeschwerden in Phasen starker Übersäuerung (Stuhl-pH-Wert <4.5 !).

Verlauf/Ergebnis:

Neben einer Dauertherapie mit Mutaflor 1×1 Kps./die wurde Activomin in den ersten 10 Tagen mit 3×2 und anschließend mit 3×1 Kps./die eingesetzt.

Nach 2 Wo. war der wandernde Dauerschmerz weg, der Meteorismus seltener und schwächer, die Stuhlfrequenz von 4-6x/die auf 2-4x/die reduziert.

Bilanz nach 12 Wo.: stabile Besserung aller abdominellen Probleme, der Stuhlfrequenz und der Akne, Herpes-Schübe traten nicht mehr auf; unverändert blieb die breiige Stuhl-Konsistenz.

 

Pat. R.K., w., 85J., geistig rege aber erschöpft, „Altersschwäche“, kontinuierlicher leichter Gewichtsverlust durch Maldigestion / Malabsorption

Beschwerden/Diagnose:

ztw. starker Durchfall, Schmerzen, Krämpfe, Übelkeit; zahlreiche Divertikel, (z.Zt. Divertikulitis), Lebensmittelunverträglichkeiten, Juckreiz, aktuelle Stuhl-Labor-Befunde liegen nicht vor („…das jetzt nicht auch noch!“)

Verlauf/Ergebnis:

Wegen Vor- und geplanter Weiterbehandlung mit homöopathischen Komplexmitteln, Probiotika, Myrrhe, Kaffeekohle und Kamille wurde Activomin von Anfang an nur mit 3×1 Kps./die eingesetzt und als Dauermedikation beibehalten.

Nach 3 Wo. ergab sich eine deutliche Besserung bei: Schmerzen, Übelkeit, Meteorismus, Juckreiz, allg. Stimmungslage (ztw. euphorisch!), Stuhlfrequenz (von 3-6x auf 2-3x/die). Bilanz nach 3 Monaten: keine Gewichtszunahme, Juckreiz trat nicht mehr auf, Übelkeit, Durchfall und Krämpfe kamen wesentlich seltener und deutlich abgeschwächt vor. Die Stimmungslage hat sich positiv stabilisiert.

 

Pat. D.T., m., 23 J., Juniorchef im elterlichen Betrieb

Beschwerden/Diagnose:

Durchfälle seit 6 Jahren; unter Loperamid ca. 6 Stuhlentleerungen/die, mehrfache Endoskopien o.B., Stuhl-Labor: keine Mykose, leichte Dysbakterie, vermindert: Pankreas-Elastase (-), Serotonin (–); vermehrt: IgA (+++), Histamin (+++); keine Lebensmittel-Allergien testbar (BRT)

Verlauf/Ergebnis:

Bis zur Auswertung des Stuhl-Labors wurde Activomin mit 3×2 Kps./die verordnet. Nach 10 Tagen ergab sich eine leichte aber rel. stabile Besserung. Aufgrund des Laborergebnisses wurde zusätzlich ein Präparat mit Myrrhe, Kaffeekohle und Kamille sowie ein zinkhaltiges Vitalstoffpräparat zur Regeneration der Schleimhäute verordnet und Activomin auf 3×1 Kps./die als Dauertherapie reduziert.

Bilanz nach 6 Wochen: stabile Besserung, Stuhl fester und mit 2-3 Entleerungen pro die „machbar“, AZ und Stimmungslage deutlich besser. Weiterbehandlung mit Activomin 3×1 Kps./die und Probiotika vereinbart.

 

Pat. N.N., m., 51 J., ständig müde, leistungsschwach, permanenter beruflicher Stress

Beschwerden/Diagnose:

Ekzeme, Juckreiz, Lebensmittel-Allergien/-Unverträglichkeiten, wechselnde Stuhlqualitäten (Farbe, Konsistenz), ztw. starker Meteorismus, Hämorrhoiden, Analekzem

eine nicht mehr aktuelle Stuhl-Untersuchung ergab Darmmykose, Histaminose

Verlauf/Ergebnis:

Ein aktuelles Stuhl-Labor und gezielte Darmsanierung wurden aus Kostengründen abgelehnt. Im Vorfeld kamen Probiotika und Vitalstoffe mit wechselndem Erfolg zum Einsatz.

Wir verordneten: Weglassdiät wg. Verd. a. Histaminose, eine bewährte zinkhaltige Vitalstoffmischung und Activomin mit 3×2 Kps./die für 10 Tage, anschließend 3×1 Kps./die zur Dauerbehandlung.

Bilanz nach 4 Wo.: leichte aber stabile Besserung von Juckreiz, Müdigkeit, Meteorismus, Stuhl-Konsistenz und -Geruch Bilanz nach 17 Wo.:AZ und Leistungsfähigkeit sind zufriedenstellend, Hauterscheinungen und Analekzem sind seit der 8. Woche nicht mehr aufgetreten; vorher nicht genannte Gelenkschmerzen/Steifigkeiten sind seit der 6.-8. Woche kaum noch aufgetreten.

Unsere Interpretation: das Darmmilieu konnte dauerhaft stabilisiert werden, immunologische Reaktionen (hier: Ekzeme, Juckreiz, Unverträglichkeiten) traten nach 8 Wochen nicht mehr auf.

 

2.5 Zusammenfassung:

Die durch frühere Untersuchungen festgestellten therapeutischen Wirkungen der Huminsäure ( s. Punkt 1.6) können wir prinzipiell bestätigen.

Selbst die von uns nicht direkt nachprüfbare Verbesserung der Resorption essentieller Vitalstoffe lässt sich aber doch durch die beschleunigte Abheilung von Hauterscheinungen und Leistungsverbesserung vermuten. Immunologische Reaktionen, die im Allgemeinen mit Darmmilieustörungen, Schleimhautreizungen und Permeabilitätsstörungen in Verbindung gebracht werden, konnten verbessert bzw. verhindert werden. Damit kann eine Darmschleimhaut schützende und regenerierende Wirkung angenommen werden.

Für unsere Praxis stellt der Einsatz von Huminsäuren (ACTIVOMIN Kps., Pharmawerk Weinböhla GmbH) eine sinnvolle Ergänzung bzw. Alternative in der Behandlung von Darmerkrankungen u/o deren immunologischen Reaktionen an Haut, Atemwegen und Bewegungsapparat dar.

 

 

Matthias Mertler, Heilpraktiker                                        Tel. 02336 – 473 374

Naturheilpraxis Deipenbrock & Mertler                        praxis@heilpraktiker-schwelm.de
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